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Haarentfernung

Haarentfernung: sechs Wege, ein Vergleich

Die Methoden unterscheiden sich vor allem darin, wo sie ansetzen: Rasieren kappt den Schaft an der Oberfläche und hält 1 bis 3 Tage, Waxing und Sugaring ziehen das Haar mit der Wurzel und halten 2 bis 4 Wochen, Laser und Nadelepilation zerstören die Wurzel dauerhaft.

Behandlungsliege mit Handtüchern
Behandlungsliege mit HandtüchernKI-generiertes Bild

Oberfläche, Wurzel, Zerstörung

Die erste Gruppe kappt nur: Rasieren und Enthaarungscreme wirken an oder knapp unter der Hautoberfläche. Das Ergebnis hält 1 bis 3 Tage, die Stoppel wirkt danach dicker, weil die Schnittfläche stumpf ist. Der Haarschaft wird dadurch nicht wirklich dicker, das ist ein optischer Eindruck.

Die zweite Gruppe zieht: Epilierer, Waxing, Sugaring und Fadentechnik entfernen das Haar mitsamt Wurzel. Die Wurzel bleibt und bildet ein neues Haar, das 2 bis 4 Wochen braucht, bis es wieder sichtbar ist. Die dritte Gruppe zerstört: Laser über das Pigment, Nadelepilation über Strom direkt am Follikel.

Alle Methoden nebeneinander
MethodeSetzt anHältGrenze
RasierenOberfläche1 bis 3 Tagetäglicher Aufwand
Enthaarungscremeknapp unter der Oberfläche3 bis 5 TageGeruch, Reizung
EpiliererWurzel2 bis 4 Wochenschmerzhaft
WaxingWurzel3 bis 4 WochenMindestlänge 5 mm
SugaringWurzel3 bis 4 WochenMindestlänge 4 mm
LaserWurzel, dauerhaft6 bis 10 Sitzungenbraucht Pigment
NadelepilationWurzel, dauerhaftHaar für Haarsehr zeitaufwendig

Was wo passt

Für große Flächen mit dunklem Haar ist der Laser die effizienteste dauerhafte Lösung, mit 6 bis 10 Sitzungen. Für helle und graue Haare bleibt nur die Nadelepilation, die einzeln arbeitet und deshalb bei großen Flächen sehr aufwendig ist. Für empfindliche Haut ist Sugaring milder als Warmwachs, weil die Paste am Haar und nicht an der Haut haftet.

Für Zwischendurch und für die Achsel bleibt der Rasierer schlicht praktisch. Wichtig ist nur, die Methoden nicht zu mischen, wenn eine Laserserie läuft: Zwischen den Terminen darf rasiert, aber nicht gezupft oder gewachst werden, weil sonst die Wurzel fehlt, die der Laser treffen soll.

Was in Berlin zu klären ist

Für Laser und intensive Lichtquellen verlangt § 5 Absatz 1 NiSV eine nachgewiesene Fachkunde. Für Waxing, Sugaring und Fadentechnik gilt das nicht, dort entscheidet die Sorgfalt des Instituts: frisches Material, kein Doppeltauchen des Spatels im Wachstopf, Handschuhe.

Bei jeder Methode, die reizt, gilt danach dieselbe Regel: 24 bis 48 Stunden keine Sauna, kein Schwimmbad, kein Sport mit Reibung und kein Solarium, dazu Lichtschutz auf frisch enthaarter Haut.

Häufige Fragen

Wächst rasiertes Haar dicker nach?

Nein. Der Schaft wird nicht dicker, die stumpfe Schnittfläche wirkt nur so. Das ist ein optischer Eindruck.

Welche Methode hält am längsten?

Dauerhaft wirken nur Laser und Nadelepilation. Waxing und Sugaring halten 3 bis 4 Wochen, Rasieren 1 bis 3 Tage.

Darf ich während einer Laserserie wachsen?

Nein. Zwischen den Terminen darf rasiert, aber nicht gezupft oder gewachst werden, weil dem Laser sonst die Wurzel fehlt, die er treffen soll.

Was ist milder, Waxing oder Sugaring?

Sugaring gilt als milder, weil die Paste am Haar und weniger an der Haut haftet. Sie kommt außerdem mit 4 Millimetern Haarlänge aus.

Braucht ein Studio für Laser eine Qualifikation?

Ja, den Fachkundenachweis nach § 5 Absatz 1 NiSV. Für Waxing, Sugaring und Fadentechnik gilt diese Pflicht nicht.

Quellen

Weiterlesen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder fachkosmetische Beratung und keine Untersuchung.