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Aromaölmassage: die Verdünnung entscheidet

Ätherische Öle gehören nie unverdünnt auf die Haut, sondern in ein Trägeröl gemischt, üblich sind 1 bis 3 Prozent, und einige Öle sind in Schwangerschaft, bei Asthma und bei Kleinkindern grundsätzlich zu meiden.

Innenbecken in einem Spa
Innenbecken in einem SpaKI-generiertes Bild

Zwei Wege in den Körper

Ätherische Öle wirken über zwei Wege. Erstens über die Haut, wo kleine Moleküle aufgenommen werden, zweitens über den Geruchssinn, der direkt mit Hirnarealen verbunden ist, die Stimmung und Erinnerung verarbeiten. Der zweite Weg erklärt, warum ein Duft binnen Sekunden entspannen oder wach machen kann.

Praktisch heißt das: Die Ölauswahl entscheidet über die Wirkrichtung. Lavendel und Vetiver gelten als beruhigend, Zitrus und Rosmarin als anregend, Eukalyptus und Pfefferminze als befreiend im Atembereich.

Verdünnung und Wirkrichtung
PunktWertHinweis
Ganzkörpermassage1 bis 3 Prozentetwa 5 bis 15 Tropfen auf 50 ml
BeruhigendLavendel, Vetiverabends
AnregendZitrus, Rosmarinmorgens
LichtempfindlichBergamotte, Zitrone, Grapefruit12 bis 24 Stunden keine Sonne
In der Schwangerschaft meidenSalbei, Rosmarin, Zimtvorher ansprechen

Verdünnung und Trägeröl

Unverdünnt können ätherische Öle die Haut reizen und Allergien auslösen. Für die Ganzkörpermassage sind 1 bis 3 Prozent ätherisches Öl in einem Trägeröl üblich, das entspricht etwa 5 bis 15 Tropfen auf 50 Milliliter. Als Träger dienen Mandel-, Jojoba- oder Sesamöl.

Zitrusöle erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Nach einer Massage mit Bergamotte, Zitrone oder Grapefruit gehört für 12 bis 24 Stunden keine direkte Sonne auf die behandelten Stellen, sonst drohen fleckige Verfärbungen.

Wann Vorsicht gilt

In Schwangerschaft und Stillzeit werden viele Öle gemieden, unter anderem Salbei, Rosmarin und Zimt. Bei Asthma können stark riechende Öle einen Anfall auslösen. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind Kampfer, Eukalyptus und Pfefferminze im Gesichtsbereich tabu, weil sie Atemprobleme auslösen können.

Fragen Sie deshalb vor der Behandlung nach der Mischung. Kosmetische Mittel müssen ihre Bestandteile nach der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 vollständig angeben, und dazu gehören auch die deklarationspflichtigen Duftstoffe.

Häufige Fragen

Wie stark werden ätherische Öle verdünnt?

Für die Ganzkörpermassage üblich sind 1 bis 3 Prozent in einem Trägeröl, also etwa 5 bis 15 Tropfen auf 50 Milliliter.

Warum darf ich nach Zitrusölen nicht in die Sonne?

Sie erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Für 12 bis 24 Stunden droht sonst eine fleckige Verfärbung an den behandelten Stellen.

Welche Öle sind in der Schwangerschaft zu meiden?

Unter anderem Salbei, Rosmarin und Zimt. Sprechen Sie die Mischung vor der Behandlung an.

Sind ätherische Öle bei Kindern unbedenklich?

Nicht alle. Kampfer, Eukalyptus und Pfefferminze gehören bei Säuglingen und Kleinkindern nicht in den Gesichtsbereich, weil sie Atemprobleme auslösen können.

Quellen

Weiterlesen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder fachkosmetische Beratung und keine Untersuchung.